Macarons mit Matcha-Ganache und Pekannuss-Füllung

Macarons - hier im Fokus steht die Version mit Matcha-Ganache

Macarons - hier im Fokus steht die Version mit Matcha-Ganache

Endlich habe ich mal wieder Zeit gefunden, Macarons zu machen. Wenn man den Dreh einmal raus hat, geht es eigentlich ganz fix - aber soweit bin ich noch nicht ganz und darum brauche ich immer etwas mehr Muße. Zu Muttertag war mal wieder so eine Gelegenheit und heute kommt das Rezept nun endlich auch für euch in die Kuchenwelt.

Eine Sorte habe ich zartrosa gefärbt und mit einer grünen Matcha-Ganache gefüllt. Mit dem grünen Tee wollte ich schon so lange etwas machen und mit weißer Schokolade bietet sich eine herrliche Kombination! Die zweite Sorte hat eine silberne Farbe erhalten und wird mit einer zartbitteren Pekannuss-Ganache vollendet. Für jeden Geschmack ist somit etwas dabei.

Die fertigen Schalen warten auf ihre Vollendung...

Die fertigen Schalen warten auf ihre Vollendung...

Das Grundrezept für die Macarons stammt aus dem großartigen Buch "Macarons für Anfänger" der wunderbaren Aurélie Bastian. Ich habe sie im letzten Herbst auf der Buchmesse in Frankfurt kennengelernt und konnte an ihrem Buch einfach nicht vorbei gehen! Kürzlich gab es ein Wiedersehen auf dem Foodblogday in Düsseldorf - immer wieder eine Freude, liebe Aurélie. 

Zutaten für die Schalen (bei zwei Sorten, einmal rosa & einmal silbern, die Mengen bitte verdoppeln)

  • 36g Eiweiß (Aurélie empfiehlt 5 Tage alte Eier, d.h. die Eier nach dem Einkauf fünf Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen - Mindesthaltbarkeitsdatum beachten!!)
  • 10g feiner Zucker
  • 45g Mandeln fein gemahlen (Mandelgries)
  • 75g Puderzucker
  • Lebensmittelfarben in rosa und schwarz (Gel oder Pulver, keine flüssigen Farben verwenden)
  • Zuckerschmuck für die Dekoration der Schalen

Zutaten für die Pekannuss-Füllung (zartbittere Ganache) - für eine Portion Schalen

  • 50g Schokolade (zartbitter mit Nüssen z.B. von Valrona) 
  • 50g Schlagsahne

Zutaten für die Matcha-Ganache - für eine Portion Schalen

  • 100g weiße Schokolade
  • 50g Schlagsahne
  • 1/2 - 1 Tl Bio-Matchatee-Pulver (je nach gewünschter Geschmacksintensität)

Zubereitung

Los geht's mit den Macaron-Schalen! Dafür alle Zutaten sorgfältig (mit einer digitalen Waage) abwiegen und bereitstellen. Einen Spritzbeutel mit einer runden Lochtülle ausstatten und ebenfalls bereitstellen. Puderzucker und Mandelgries mischen und durch ein feines Sieb sieben. Sollten grobe Stücke im Sieb zurück bleiben, die Reste mit einem Pürierstab oder Zerkleinerer ebenfalls fein mahlen. 

Fertige Macaron-Schalen mit zartbitterer Schokoladen-Ganache

Fertige Macaron-Schalen mit zartbitterer Schokoladen-Ganache

Das Eiweiß steif schlagen. Sobald es weiß und luftig wird, die Hälfte des Zuckers zugeben und weiterschlagen, bis ein cremiger Schnee entstanden ist. Den verbleibenden Zucker hinzugeben und alles zu steifem Schnee schlagen. Der Eischnee sollte feste Spitzen bilden. Nun in zwei Teilen die trockenen Zutaten zufügen und vorsichtig in kreisförmigen Bewegungen unterheben. Es ist wichtig, dass Luft im Schnee verbleibt. Die Masse sollte recht zäh sein und langsam vom Löffel fließen, dann ist sie optimal. Den vorbereiteten Spritzbeutel befüllen und gleichmäßige Punkte von 2 cm Durchmesser auf ein mit Backpapier oder einer Silikonmatte ausgelegtes Backblech spritzen. Das Backblech mehrmals auf die Arbeitsplatte schlagen oder von unten mit der flachen Hand dagegen klatschen, damit etwaige Luftblasen entweichen und sich die Macarons glätten. 

Weiße Schokolade und eine Matacha-Sahne bilden die wunderschön grüne Ganache, die diesen Macaron vollendet

Weiße Schokolade und eine Matacha-Sahne bilden die wunderschön grüne Ganache, die diesen Macaron vollendet

Das Backblech ca. 15 Minuten bzw. bis sich eine Haut auf den Macarons gebildet hat (maximal jedoch 30 Minuten) bei Zimmertemperatur stehen lassen. In der Zeit den Backofen auf 150°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Sobald die Macarons in den Ofen kommen, die Temperatur auf 140°C reduzieren. Ich arbeite bei diesem empfindlichen Gebäck gerne mit einem Backofenthermometer. 

Nach ca. 14 Minuten sollten die Macarons fertig sein. Das Blech aus dem Ofen holen und die Macarons darauf ca. 5 Minuten auskühlen lassen. Dann lassen sie sich problemlos von der Matte bzw. dem Papier ablösen.

Für die dunkele Ganache die Sahne in einem Topf erhitzten und über die gehackte Schokolade geben. Einige Minuten stehen lassen und dann alles zu einer glatten Creme verrühren. Die Creme mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen. Dann die Creme in einen Spritzbeutel füllen und Tupfen auf die Hälfte der silbernen Macaron-Schalen spritzen. Darauf jeweils eine zweite Schale setzen.

Für die Matcha-Ganache die Sahne mit dem Tee sorgfältig verrühren und einmal erhitzen. Die Sahne sollte noch nicht kochen. Nun die Matcha-Sahne über die weiße Schokolade gießen und einige Minuten stehen lassen. Die Schokolade glatt rühren und die Creme ebenfalls für mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen. Auch diese Füllung mit einem Spritzbeutel auf die Hälfte der rosafarbenen Schalen spritzen und mit einer zweiten Schale bedecken.

Wer die Wahl hat, hat die - süße Qual :-)

Wer die Wahl hat, hat die - süße Qual :-)

Die Macarons bleiben in einem luftdichten Gefäß ca. 1 Woche im Kühlschrank frisch.

Ich hoffe, dass euch meine Kreationen gefallen. Lasst euch verwöhnen und habt eine gute (Kuchen-)Zeit.

Eure Tine

Was sind Friands? {sprich: fʀijɑ͂}

Kürbiskern-Friands mit Pflumen

Kürbiskern-Friands mit Pflumen

Ein freier Abend - Zeit für mich! Das Kind schlummert friedlich und der Liebste ist noch unterwegs. Die perfekte Gelegenheit, mal wieder ein bisschen im Internet zu surfen. Konkret bedeutet das bei mir, dass ich durch anderen Blogs stöbere, mich von den Rezepten und Bildern dort inspirieren lasse, neue Rezepte entdecke, auch Non-Food-Bilder bewundere, und, und, und. Meist schaue ich „mal schnell“ nach etwas oder besuche „mal eben“ eine neu entdeckte Seite und schupps, beim nächsten Blick auf die Uhr ist mindestens eine Stunde vergangen. Geht euch das auch so? Die Zeit rennt ohnehin schon - warum nur legt sie immer einen Zahn zu, wenn ich im Internet unterwegs bin? Diesem Rätsel werde ich aber bei einer andern Gelegenheit auf den Grund gehen.

Aber zurück zur französischen Patisserie. An so einem Abend also bin ich auf verschiedenen Seiten, darunter auch dem Blog Foodlovin‘ von Denise ('klick'), über Friands gestolpert. Was bitte ist das und wie bitte wird das ausgesprochen? Einen kurzen Moment bereue ich, dass ich mich während meiner Schulzeit gegen Französisch entschieden habe. Nun ja, auch bei dieser Frage kann das Internet Abhilfe schaffen. Es handelt sich um ein kleines Gebäck, das mit Mandelpaste hergestellt wird und im Wesentlichen aus Mandeln, Eiweiß und Puderzucker besteht. Typisch französisch, oder? Ich musste direkt an Macarons denken, die sich aber optisch und auch im Herstellungsprozess deutlich unterscheiden. Herrlich - ich bin sofort hin und weg.

Wie praktisch eigentlich, dass in meinem Kühlschrank noch drei Eiweiß darauf warten, endlich ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. Der Laptop wird für heute zugeklappt und ich hüpfe voller Vorfreude in die Küche, um das herrliche Gebäck direkt auszuprobieren. Mandeln, ich durchforste meinen Vorratsschrank und stoße auf eine Tüte Kürbiskerne. Die Entscheidung ist rasch getroffen, sie passen wunderbar in die Herbstzeit und sollten sich ebenso gut wie Mandeln eigenen. Pflaumen sind auch da - einer spontanen Backsession steht nichts im Wege, ich lege also sofort los!

Zutaten

  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g geröstete gemahlene Kürbiskerne
  • 30g Mehl
  • 100g geschmolzene Butter (ich habe hier mal wieder zur Joghurtbutter gegriffen)
  • 80g Puderzucker
  • 2 frische und reife Pflaumen, entkernt, geachtelt und jeweils in drei Stückchen geschnitten
  • etwas Butter und Mehl für das Blech und 1-2 Tl Puderzucker zum Servieren
Friands....klingt ein bisschen wie Freunde

Friands....klingt ein bisschen wie Freunde

Zubereitung

Ein Mini-Muffin-Blech gründlich fetten und mit Mehl bestäuben. Den Backofen auf 180°C Ober-Unter-Hitze vorheizen. Anschließend die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten und auf einem Teller auskühlen lassen. Derweil wiege ich die übrigen Zutaten ab und stelle sie bereit.

Die Kürbiskerne im Zerkleinerer zu feinem Mehl malen, das Mehl und den Puderzucker hinzugeben und alles nochmals auf höchster Stufe zu einem homogenen Pulver verarbeiten. Die Butter in der Mikrowelle oder auf dem Herd schmelzen.

Friands aus Kürbiskernen und Pflaumen

Friands aus Kürbiskernen und Pflaumen

Das Eiweiß unter Hinzugabe der Prise Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu Schnee schlagen. Es ist ausreichend, wenn ein weicher Schnee entstanden ist - mehr als 3 Minuten hat meine Küchenmaschine heute nicht arbeiten müssen.

Dann wird die Mehl-Zucker-Mischung mit einem Teigschaber unter den Eischnee gehoben und die Butter ebenso untergearbeitet. Den Teig gleichmäßig in die Mulden des Bleches verteilen und in die Mitte jeweils ein Stück der Pflaumen hereindrücken.

Die Friands wandern nun für 12-15 Minuten in den Ofen. Wenn sie fertig sind, kurz in der Form stehen lassen, herausholen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Schaut sie euch gut an, gleich sind sie weg, meine Freunde :)

Schaut sie euch gut an, gleich sind sie weg, meine Freunde :)

Die Kürbiskerne schmecken herrlich nussig und geben den kleinen Küchlein ein wunderbar herbstliches Aroma. Die Friands sind rasch zubereitet - eine fabelhaftes Gebäck. Ich bin sicher, heute war nicht das letzte Mal, dass Friands meine Küche verlassen haben. Vielen Dank, liebe Denise, für das wunderschöne Rezept und die tolle Inspiration.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit, Ihr Lieben!